Über mich

Beruflich

  • seit Jun. 2019: selbständige Tätigkeit als psychologischer Coach für Langzeitarbeitslose für die GFN AG
  • seit Jan. 2019: Personalentwicklung bei T-Systems Multimedia Solutions GmbH
  • seit Dez. 2017: seelsorgerliche Tätigkeit bei der Diakonie (ehrenamtlich)
  • seit Jan. 2015: selbständige Tätigkeit als psychologischer und systemischer Berater
  • 2014: tätig als unternehmensinterner Mentor
  • 2010 – 2019: Projekt Manager (Umsatzvolumina im bis zu 7-stelligen Bereich) bei T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Fokus auf Kommunikation und Vermittlung zwischen Kunden, Führungsebenen, Umsetzungsteams und Partnern

Ausbildung / Studium

  • seit Sept. 2018: Masterstudium Beratung (Master of Counseling) an der EHS Dresden
  • seit Nov. 2017: in Ausbildung zum systemischen Berater und Therapeut (EHS Dresden, zertifiziert durch: SG – Systemische Gesellschaft)
  • Dez 2016 – Dez 2017: Ausbildung zum Seelsorger (Diakonie)
  • 2014-2016: Ausbildung zum psychologischen Berater (DGBB – Deutsche Gesellschaft für berufliche Bildung / ALH Gesundheitsakademie) 
  • Aufbaumodul Studium Generale: ‘Führungskompetenz und unternehmerisches Denken’ (Zentrum für angewandte Kulturwissenschaften Karlsruhe ZAK / KIT) 
  • Studium freie bildende Kunst und Medienkunst (Akademie der bildenden Künste München, sowie HfG / ZKM Karlsruhe)

Weitere Bescheinigungen und Zertifikate

  • Traumafolgen und EFT (bei imft mit Heidrun Girrulat und Thorsten Becker, 2019)
  • Certified Agile Transformation Manager (bei HR Pioneers, 2019)
  • Video-Home-Training (als Supervisions- und Reflektionsmethode) (bei SPIN Deutsche Gesellschaft für Videobasierte Beratung e.V., 2019)
  • berufsbegleitend über 2 Jahre: Projektmanagement und laterale Führung (Einzelcoaching) bei Dr. Lutz Kehler (G.R.O.W.-Methode) (2011 -2012)
  • Schulung zum Certified Scrum Master (2010)

Außerberuflich Relevantes

  • verheiratet, zwei gemeinsame Kinder  
  • künstlerisch, musikalisch tätig

Zwischen den Zeilen

Mit Psychologie und Beratung hatte ich früher nie wirklich was am Hut. Vordergründig war für mich eigentlich immer die Freude an guten Gesprächen mit Freund(inn)en, Klassenkamerad(inn)en, Kolleg(inn)en oder auch zunächst Unbekannten.

Vielleicht ist dies ein Grund weshalb mein Bildungsweg etwas kurviger verläuft als andere, denn was soll man schon lernen, wenn man erstmal nur weiß, dass man sich grundsätzlich gern unterhält. Meine Zwischenlösung damals war Kunst. Da muss man nämlich nix lernen, schreibt keine Prüfungen und kann abends in der Kneipe lange Gespräche führen…

Ich hatte mein Studium zum bildenden Künstler gerade seit ein paar Monate hinter mir und stand dann plötzlich mitten im Arbeitsleben. Eigentlich alles in trockenen Tüchern, doch angefühlt hat es sich anders. Mir ging es nicht gut.

In der nebulösen Krise angekommen suchte ich mir professionelle Unterstützung. Ich merkte wie frühe Themen aus meiner Kindheit und die Umstände in denen ich im positiven und negativen Sinne aufgewachsen bin alle damit zu tun hatten, dass beispielsweise auch meine partnerschaftlichen Beziehungen in die Brüche gingen.

In der Beratung kamen traumatische Aspekte hoch, über die ich bis dahin nie wirklich gerne offen gesprochen habe. Unter anderem eine körperliche Gewalterfahrung, durch die ich als Achtjähriger gestorben wäre, hätte man mich nicht zeitnah operiert. Oder der frühe Tod meiner Mutter nach Ihrer jahrelangen Krebserkrankung, aber auch Gefühle der inneren Heimatlosigkeit durch die frühe Emigration meiner Familie aus Ungarn usw.

Die positive Wirkung des miteinander Sprechens innerhalb eines professionellen Settings war für mich dabei eine bereichernde Stabilisierung. Es waren zwar einige Gespräche nötig, aber heute kann ich ohne mich verstellen zu müssen sagen, dass es mir gut geht.

Die intensive Erfahrung, dass man mit Gesprächen nicht nur Freude haben kann, sondern dass wenn man diese richtig führt, auch eine lebensverbessernde Wirkkraft entsteht, war für mich richtungsweisend. Diese Art der Gesprächsführung wollte ich auch lernen!

Wertschätzung, Aufrichtigkeit, Offenheit, Geduld und Einfühlungsvermögen, sowie systemische Perspektiven sind so für mich in der Gesprächsarbeit die immanentesten Aspekte geworden.

Heute trage ich die positive Gewissheit in mir, dass wir alle etwas von dieser Gabe haben, uns aus temporären oder auch andauernden Lebenskrisen herauszuarbeiten. Damit es besser gelingt brauchen wir dazu eigentlich ’nur‘ zwei Dinge: echte wohlwollende Unterstützung, sowie den Willen an uns selbst zu arbeiten.